Danken und Dienern, Lächeln und Winken

Ein neuer Morgen in Kyoto und das Wetter ist zu verlockend, um den Tag nicht mit einem Lauf zu beginnen. Von Sanjo und dem Gedenkstein am Geburtsort des Ekiden, dem japanischen Langstrecken-Staffellauf, aus startend, laufe ich am Ostufer des Kamogawa gen Norden. Es herrscht reges Treiben: Viele sind mit dem Rad unterwegs, mit dem Kinderwagen und/oder ihren Hunden spazieren oder eben laufend wie ich. Ist … Danken und Dienern, Lächeln und Winken weiterlesen

Boule, Boulangeries, Bicyclettes

Nein, die Rede ist nicht von Frankreich, sondern von Kyoto. In der ehemaligen Hauptstadt Japans ist Französisch so allgegenwärtig, dass man meinen könnte, man wäre in Frankreich. Und irgendwie hat der Kamogawa auch was von der Seine: Am Ufer entlang herrscht reges Treiben, ein bunter Mix aus Sporttreibenden, Musikanten, Fotoshootings und denen, die zum Picknicken oder Entspannen hier sind. Bereits morgens ist es rund um … Boule, Boulangeries, Bicyclettes weiterlesen

Städteverbindung

Nicht ohne eine Bento-Box im Gepäck geht es in der Tokyo Station los zum Bahnsteig, wo der Shinkansen schon wartet. Doch mit Einsteigen und Losfahren wird zunächst nichts: Wir haben extra diejenige Japan Railpass-Version gewählt, bei der man neuerdings die Sitzplätze online reservieren kann. Die Reservierung wird dann im Browser und per Mail bestätigt. Und dann kommt’s: In der Mail steht im Kleingedruckten, dass die … Städteverbindung weiterlesen

The sky is the limit

Tag Nr. 3 und der Jetlag ist überwunden, die Nachtruhe nur kurz gestört durch einen Erdbeben-/Feuer-Fehlalarm. Immerhin gab es so ein Pyjama-Treffen auf dem Hotelflur und wir wissen jetzt, wo der Fluchtweg ist. Mit der Yamanote-Line (im Japan Railpass inkludiert) – oder Ringbahn, wie man in Berlin sagen würde – geht es einmal halb um Tokyo nach Shibuya. An der bekannten Kreuzung mit den vielen … The sky is the limit weiterlesen

Lost in Translation…

…war ich beim ersten Japan-Trip 2017/18. Zu hart der Jetlag, zu groß der kulturelle Unterschied, zu schwierig die sprachliche Verständigung und zu (über-)fordernd die vielen Eindrücke. Die ersten Tage stand ich gefühlt neben mir, verzweifelnd auf der Suche nach Orientierung und Ruhe. Zurück zuhause musste ich mir Lost in Translation nochmal anschauen und sah es mit ganz anderen Augen. Beim zweiten Trip 2020 war es … Lost in Translation… weiterlesen

Konnichiwa!

Irgendwie sind noch Unmengen anderer nicht finalisierter Reiseberichte im Entwurfordner, ich komme mit dem Schreiben nicht hinterher, aber daher auch ein bisschen der Versuch, das dieses Mal über ein Live-Reisetagebuch etwas anders zu lösen… Jedenfalls war es vor ziemlich genau drei Jahren, dass die Reiseplanung für Südkorea stand, wir dann aber mit Blick auf COVID-19 kurzfristig auf Japan umschwenkten. Mit diesem Land hatten wir ohnehin … Konnichiwa! weiterlesen

Heiliges Land, heilige Stadt…

Noch ganz eingenommen von der entspannten Lebensart bestiegen wir in der Hahagana Train Station den Zug, um der Blase Tel Avivs zu entkommen. 56 km später, ganz ohne Umsteigen am Flughafen (hier hat sich während der Pandemie doch einiges getan und das Streckennetz wurde verbessert), erreichten wir Jerusalem, genauer gesagt den unterirdischen Kopfbahnhof Yitzhak Navon. Die Fahrt war recht kurzweilig, die meiste Zeit hat man … Heiliges Land, heilige Stadt… weiterlesen

Kultur(-erbe) pur

Nachdem wir Tel Aviv zur Genüge erkundet hatten, wollten wir unbedingt noch etwas an der Küste entlang reisen. Nur wohin? Die Wahl war schnell getroffen. So groß ist Israel nämlich nicht, Richtung Süden ist da nicht mehr arg viel zwischen Tel Aviv und Gazastreifen. Also Richtung Norden. Unser Freund, der schon fast ein Jahrzehnt in Israel lebt, empfahl uns, unbedingt die Hafenstädte Haifa und Akko … Kultur(-erbe) pur weiterlesen

Shalom Shalom

…schallt es uns am Flughafen Ben Gurion entgegen. Lange schon wollten wir nach Israel, aber immer war irgendwas. Bauhaus-Jubiläum und Tel Aviv ausgebucht, Sicherheitsbedenken, Pandemie… Nun aber, im Oktober/November 2022 gab es keine Ausrede mehr. In der Hoffnung auf leckeres Essen und warme Temperaturen entflohen wir dem ungemütlichem deutschen Herbst, bereit uns von Israel überraschen zu lassen. Bereits vor Abflug am Flughafen in FFM wurde … Shalom Shalom weiterlesen

Perspektivwechsel

Israel bereisen ohne im Westjordanland gewesen zu sein? Nach den ersten Tagen hatten wir das Gefühl, genug israelische Sicht zu haben und einen Perspektivwechsel zu brauchen. Oder auch: man braucht die zweite Sicht, um ein Bild des Ganzen zu bekommen. Zumal wir schon am ersten Tag in Jerusalem, als wir auf dem Zionsberg standen, sahen, wie nah die Grenzanlagen sind: Die hohe Mauer schlängelte sich … Perspektivwechsel weiterlesen