Der letzte Tag unserer Japan-Reise bricht an und bringt endlich etwas Abkühlung: „Nur“ noch 26 Grad und erfrischender Regen. Perfektes Shoppingwetter, um taxfree Angebote und den vorteilhaften Yen-Kurs zu nutzen! Und perfekte Gelegenheit, endlich den neuen Katzen-Regenschirm einzuweihen… 😉
Ginza ist zwar durchaus ein teures Shoppingpflaster, aber lässt man mal die Luxusboutiquen außen vor, gibt es rechts und links der Chuo-dori Straße mehr als genug Shoppingvergnügen für den normalen Geldbeutel. Zwar haben wir uns bereits gestern ein bisschen bei Uniqlo und Hands durchgeshoppt, aber davon gibt es zig weitere Filialen, jede mit etwas unterschiedlichem Angebot – und wenn man sich nur die ganzen Merchandise-Sachen rund um Snoopy, Totoro & Co anschaut… und natürlich nicht zu vergessen Produkte mit Katzenmotiven.
Einfach nur Windowshopping, um die teils ausgefallenen Schaufensterdekorationen anzuschauen, lohnt sich in Ginza ebenso. Auch die großen Department Stores wie Ginza Mitsukoshi und Matsuya Ginza sind sehenswert. Vor allem liebe ich die untersten (Lebensmittel) und die obersten (Restaurants) Stockwerke – obwohl es dort heute zum Start ins Wochenende mächtig voll ist.




Bei Tsukiji Aozora Sandaime (im Ginza Mitsukoshi) gönnen wir uns eine (Mittags-)Pause an der herrlich ruhigen Sushi-Bar und schauen zu, wie die Häppchen direkt vor unserer Nase frisch zubereitet und schön nacheinander serviert werden. Wie schon gestern im Bib gourmand-Restaurant ist die Karte sehr übersichtlich gehalten, man konzentriert sich auf wenige Gerichte (und versucht nicht, einen großen Gemischtwarenladen anzubieten…). Weniger ist mehr. Und auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, die Sushi-Qualität hier ist überhaupt nicht mit dem vergleichbar, was wir (in den meisten Fällen, Ausnahmen ausgenommen) als Sushi in Deutschland vorgesetzt bekommen. Frisch, zart, der Reis meist noch warm, mit einer angenehmen Wasabi-Schärfe. Auch Tamagoyaki, das gerollte japanische Omelett, ist angenehm zart und warm, nicht fest und durchgekühlt. Hier wird neben Ingwer auch frischer, in hauchdünne Scheiben geschnittener Rettich dazu serviert. Mit oishii/lecker und arigato gozaimasu/danke packen wir wieder mal ein paar Brocken unserer begrenzten Japanisch-Kenntnisse aus, aber die reichen schon, dass die Sushi-Meister sich freuen und dienern.


Nur mit dem Seeigel, hier Uni genannt und als eine der größten Delikatessen geltend, habe ich es nicht so, der schmeckt mir einfach zu fischig. Dafür ist er ungefährlich, wenn man ihn z. B. mit Fugu/Kugelfisch vergleicht (übrigens, gerade in den Medien: Eine Zehnjährige hat die Prüfung zur Kugelfisch-Köchin bestanden und wurde damit zur jüngsten Lizenz-Inhaberin Japans, um den giftigen Fugu verarbeiten zu dürfen.). Da wurde mir beim ersten Japan-Trip 2017/2018 nach dem ersten Fugu-Verzehr ganz anders, als ich dazu gelesen habe, dass das Schicksal in dem Fall vom Können des Kochs abhängt…
Gestärkt und lebendig kann es weitergehen mit dem Shopping. Die Muji-Filiale in Ginza umfasst sogar Kleidung, Lebensmittel und erstaunlicherweise auch ein Hotel. Zum Adidas Store müssen wir, erst Recht nach der Lektüre dieses Artikels, um uns anzusehen, wie dieser rote Retro-Sneaker aussieht, nach dem hier alle Fashionistas gieren.
In den Flagship Store von Itoya zieht es mich zum ersten Mal: Schreibwaren, Stempel, Karten, Kalender, Kreativ-Gedöns… So viele schöne Dinge, ich kann mich kaum sattsehen! Und natürlich landet einiges im Einkaufskorb.


Am Nachmittag nehmen wir die schnelle JR-Bahn nach Ueno, um dort nochmal (wie schon zum Beginn unserer Reise) durch die Straßen und die Shoppingtempel PARCO und Matsuzakaya zu stöbern. In der Lebensmittel-Abteilung wandern natürlich die speziellen KitKat-Sorten in unseren Einkaufswagen, die es in Deutschland nicht gibt: u. a. Erdbeere, Matcha, Sake, Wasabi. Kastanie als Herbst-Edition ist leider aus. Übrigens lohnt es sich unbedingt, mit einer physischen Visa-Karte zu reisen, denn bei nicht wenigen Kartenlesegeräten in Japan steht ein „No touch„-Warnschild und man muss die Karte ins Geräte einstecken, um bezahlen zu können.


Inzwischen schüttet es so richtig und wir nehmen mit Blick aufs Shoppinggepäck ein Uber-Taxi zurück ins Hotel. Immer wieder beeindruckend, wie sich hier die Autobahn in der zweiten Etage durch die Stadt schlängelt, sodass man sie unten gar nicht richtig wahrnimmt.
Langsam müssen wir mal mit dem Kofferpacken starten. Morgen geht es ziemlich früh raus und zur Tokyo Station, um dann per Narita Express zum Flughafen zu fahren. Gut 1/3 der eingepackten Klamotten, nämlich die Kleidung für kühles Herbstwetter, wird zuhause unverrichteter Dinge wieder in den Schrank wandern: Japan im September war dieses Jahr unerwartet heiß, es war eher Sommer- als Herbsturlaub – ganz anders als geplant, trotzdem sehr schön! Aber wer weiß das mit dem Wetter schon vorher. Dafür erwartet uns in Deutschland definitiv kalt-nasses Herbstwetter und für meinen Trip nächste Woche in die Bayerischen Alpen werde ich definitiv warme Sachen einpacken müssen!



2 Gedanken zu “Arigato gozaimasu”