Themse-Tour

Nach dem unvergesslichen Trailspaß in Cornwall und Devon auf den Teiletappen des South West Coast Path hieß es zum Wochenende leider Abschied nehmen. Ein letztes Frühstück in Plymouth und dann ging es auch schon zu Fuß an Street Art vorbei von unserem Hotel zum Bahnhof.

Next stop: London Paddington. Schneller als uns lieb war brachte uns Great Western Railway wieder zurück zum Startort unserer Reise. So waren wir leider auch viel zu früh da, um im Hotel in South Kensington einchecken zu können. Also wieder mal Gepäck abgeben und die Zeit für Sightseeing nutzen, und ganz eventuell auch ein bisschen Souvenir-Shopping. Beim Old Spitalfields Market schlenderten wir durch die Verkaufsstände, fanden aber nix zum Shoppen und landeten (natürlich) wieder in der Food Abteilung, wo wir bei Dumpling Shack leckere gefüllte Klöße verspeisten. So ein kleiner Zwischensnack geht ja immer…

Außer den kreativen Karten bei Scribbler sprach uns nichts so richtig an und so beschlossen wir, einen längeren Spaziergang zu Harrods zu machen: eine Pflichtstation bei einem London-Besuch. Allerdings ist die Anlage derart labyrinthisch, dass Julia und ich uns kurzzeitig zwischen Spielkonsolen für fünfstellige Beträge und Sportklamotten verloren. Erschöpft von all dem Bling-Bling (Labubus, was zum Teufel…?!) und Konsum beschlossen wir, das Tagesprogramm zu beenden und uns Richtung Hotel aufzumachen. Glücklicherweise waren wir nach dem chinesischen Dinner bei Jia ausreichend gestärkt, den im Hotel mussten wir feststellen, dass es keinen Aufzug gibt. Folglich blieb uns nix anderes übrig, als unser Gepäck durch das äußert enge Treppenhaus die paar Stockwerke nach oben in unser Zimmer zu schleppen – nicht ohne auf dem Treppenabsatz die Plastikpalmen zum Sturz zu bringen…

Sonntag ist (fast) immer Lauftag für uns, wie also anders in den Tag starten als mit einer Laufeinheit?! So ging es locker und entspannt über 10 km durch den Hyde Park, wo schon die ersten Groupies Schlange standen für die Konzerte, die am Nachmittag beginnen sollten.

Auf dem Rückweg entdeckten wir direkt ums Eck vom Hotel einen sympathischen Laden mit Kaffee- und Backwaren-Angebot: Urban Baristas. Perfekt Frühstücksort! Das nette Personal ließ sich nicht davon abbringen, unsre Bananenbrot-Menge zu verdoppeln, weil ihnen beim Servieren die erste Scheibe durchgebrochen war. Nun ja, da sag ich natürlich nicht nein. 😉

Frisch gestärkt und geduscht ging es zügig weiter zu unserem Hauptprogrammpunkt: Kultur! Und zwar in der Tate Modern. Wie immer sehr vielseitig und total lohnenswert. Überflüssig, hier viel zu schreiben, ich lass ein paar Bilder sprechen.

Perfekter Abschluss: Ein ausgesprochen leckerer Salatteller im Tate Modern Café und ein Besuch im Uniqlo Tate Shop, wo wir endlich bzgl. Souvenirs fündig wurden. Neben kreativen Shirts kann man dort auch Kleidungsstücke mit Motiven nach Wahl besticken lassen.

So ganz waren wir noch nicht glücklich mit dem Shoppingergebnis, also ging es weiter in die Bond Street, wo wir in eine Riesendemo reinrasselten. Weder nach einem längeren Aufenthalt bei Selfridges noch bei Uniqlo endete die Menschenschlange, die sich mit Bannern durch die Straße wälzte. Aber alles sehr friedlich und perfekt organisiert, man verteilte angesichts der Temperaturen Wasserflaschen an alle, auch an uns Passanten.

Unser Rückweg bot gut 5 km Sightseeing und führte uns wieder durch den Hyde Park, wo die Warteschlangen inzwischen noch länger als am Morgen waren und die Kostümierungen immer auffälliger. Ein Blick auf die Plakate lehrte uns, dass die Outfits der Fanmassen dem Style von Sabrina Carpenter huldigten, die hier später auftreten sollte. Nun ja, sehr spezieller Geschmack. 😉

Wir widmeten uns lieber der Suche nach dem perfekten Dinner und wurden in Kensington in einer kleinen Seitenstraße bei Eli’s fündig, wo wir eine hervorragende Tajine mit einer Flasche Wein bestellten – ein würdiges Abschiedsdinner nach einer für uns perfekten englischen Trail- und Kulturwoche, bevor es am nächsten Morgen leider wieder zurück nach Luxemburg bzw. Deutschland ging!

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