Guten Morgen, Berlin…

…Du kannst so schön (hässlich) sein! Aber eben nicht nur dreckig und grau: Anfang April strahlte der Himmel in sattem Blau und ein buntes Läuferfeld stürmte durch die Stadt. Denn fast schon ungeschriebenes Gesetz: zum Berlin Halbmarathon ist der Winter vorbei und fast schon Sommer ausgebrochen. Ziemlich heftig, denn die meisten haben die Woche vorher noch in warmen Sachen trainiert, einige kämpfen mit einem plötzlichen Anfall Heuschnupfen und eine kleine Gruppe bekommt nie den Switch hin, steht in Thermoklamotten am Start und kollabiert auf den letzten Kilometern (oder weniger gravierend: legt schon an km3 Gehpausen ein). Denn Berlin ist zwar freundlich und flach, aber heimtückisch bei den Rahmenbedingungen. Wer das nicht einkalkuliert und entsprechend vorbereitet ist, gerade mit Blick auf Klamotten, Trinken & Co, den straft der Laufgott. Bekam ich vor Jahren leider auch mal zu spüren…

Fünf Mal bin ich hier schon gestartet, 2019 stand ich zum sechsten Mal im Startblock und freute mich darauf, die Straßen Berlins zu rocken. Zum ersten Mal ganz ohne Druck, denn mit Blick auf den Paris Marathon nur eine Woche später gab es kein neues Bestzeiten-Projekt, sondern einen lockeren Trainingslauf. Viel Spaß und die Stimmung genießen, ideale Erwartungen, die nicht enttäuscht werden sollten!

2019 wartete der Berlin Halbmarathon mit neuer Strecke auf: Start/Ziel weg vom Alexanderplatz, hin zum Tiergarten, im Verlauf Teilen der Marathonstrecke sehr ähnlich. Und mit dem Vorteil, den Zieleinlauf Unter den Linden und durchs Brandenburger Tor noch mehr genießen zu können. Zumindest ich war dieses Mal auf der Zielgeraden nämlich in deutlich besserer Verfassung als auf den letzten Metern meiner Berlin Marathons… 🙂 In nicht so guter Verfassung waren meine Socken ;-): die waren vorne beide vom großen Zeh durchbohrt und reif für die Mülltonne!

Ansonsten landete in Berlin ziemlich wenig in der Mülltonne: die Klamotten, die man im Startblock auszieht und hinterlässt, werden eingesammelt und gespendet. Und am Start sowie unterwegs gab es das Wasser überwiegend in wiederverwendbaren Bechern. Schade nur, dass trotz Vorabinfo so viele Läufer nicht in der Lage waren, die Becher in die Sammelboxen nach den Wasserstationen zu werfen, sondern ziemlich faul alles auf den Boden fallen ließen. Kann nur besser werden…!

Insgesamt nehme ich wie immer ganz viel positive Energie und Stimmung aus Berlin mit und freue mich auf den anstehenden Marathon! Danke, Berlin, Du kannst so wunderbar sein!

PS: Positive Neuerung am Rande: endlich beinhaltet die Startnummer ein Öffi-Ticket für den Tag der Veranstaltung (und man ist weder auf Kleingeld noch Handy/App angewiesen). Super, lieber SCC!

 

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