Projekt guter Zweck

Manchmal kommen zur richtigen Zeit die richtigen Dinge zusammen: Urlaubspläne, Laufpläne und Spendenpläne. In unserem Fall stand eine Australienreise an, wir wollten während der Reisezeit lauftechnisch nicht ganz untätig bleiben und wir hatten im Freundeskreis den Auftrag, für eine Spendensumme einen Verwendungszweck zu finden.

Beim Stöbern im Internet fand sich schließlich die „Run2Cure Neuroblastoma“-Veranstaltung, ein Benefizlauf in Sydney mit Distanzen von 1 bis 10km, bei dem Spenden zugunsten der Kinderkrebsforschung gesammelt wurden. Schnell war entschieden, über die 10km-Distanz zu starten, Anmeldegebühr und Spendensumme konnten völlig unproblematisch online überwiesen werden.

Anfang Juni war es dann soweit: Samstagmittag holten wir die Startunterlagen ab und konnten uns schon mal ein Bild vom Gebiet machen. Unser Hotel war gerade mal einen Kilometer vom Start-/Zielgebiet entfernt, sodass wir Sonntagmorgen total entspannt losziehen konnten, um gegen 7:30 Uhr vor Ort zu sein. Glücklicherweise war alles top organisiert und überschaubar, denn Dank ungemütlich kaltem Wind froren wir ziemlich und zögerten die Abgabe unserer Überziehsachen an der Gepäckaufbewahrung bis zum letzten Moment hinaus. Als es um 8 Uhr über die Startlinie ging, änderte sich das zügig: der Wind legte sich, die Sonne gab ihr bestes und es wurde ziemlich warm.

Unsere Vorstellung war, einen gemütlichen 10km-Lauf hinzulegen, aber das wurde schon nach zwei Kilometern relativiert: nach Verlassen des „The Domain“-Geländes ging es über die Brücke, am Botanischen Garten vorbei hinaus auf die Landzunge von Mrs Macquaries Point und wieder zurück und auf eine zweite Runde, eine insgesamt relativ kurvige und hügelige Strecke mit einigen kurzen steilen Anstiegen, die den Puls so früh am Morgen gleich mal ordentlich in die Höhe beförderten! Dafür wurde man mit einer unvergesslichen Kulisse belohnt: Blick auf die Oper und die Harbour Bridge auf der einen Seite und auf die Woolloomooloo-Bucht auf der anderen Seite. Gut, dass das Event als „Fun Run“ deklariert war und beim Warm up offiziell dazu aufgerufen wurde, Fotostopps einzulegen -haben wir prompt befolgt! Den Getränkesupport unterwegs haben wir natürlich auch gerne mitgenommen, zumal es Kokoswasser gab, mmh! Im Ziel gab es eine Medaille und je nach Spendenbetrag unterschiedliche Dankeschön-Geschenke wie z.B. einen nachhaltigen Coffee-To-Go-Mug, und es gab ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm (Kletterturm, Bands, Pony Reiten, Schminken, Foodtrucks, Tombola…). Doch dafür blieb erst mal keine Zeit, denn nach uns starteten der 5km-Lauf und die kürzeren Distanzen, bei denen Kinder in Verkleidung ihres Lieblingshelden auf die Strecke gingen.

Ähnlich wie bei Firmenläufen gab es Teams, die sich hoch motiviert einem Wettbewerb lieferten, wer den höheren Spendenbeitrag abliefert, zumal es dafür Preise zu gewinnen gab. Zahlreiche Läufer bzw. Teams starteten in T-Shirts mit Fotos und Namen von erkrankten Kindern, das ließ nicht unberührt. 

Alles in allem ein liebevoll organisierter Benefizlauf mit viel Herzblut und Fröhlichkeit. Danke an alle, die für unseren Laufbeitrag und für diesen guten Zweck mitgespendet haben! Der nächste Benefizlauf ist auch schon fest in unserer Planung berücksichtigt (September), Details folgen.

Laufen kann so viel mehr bewegen als nur für einen selbst!

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