Und dann war er da, schneller als uns lieb war: der letzte Tag unserer fünften Japan-Reise. Den wollten wir nochmal genießen, auf unsere Art.
Los ging es in Laufklamotten und auf die Palastrunde. Wie schon am Vortag reihte ich mich ein in die Läufergruppen, die brav gegen den Uhrzeigersinn laufen. Ich war etwas später dran als gestern, und es war deutlich mehr los. Um nicht zu sagen Rush Hour. Mehrere große Läufergruppen mit Guide. Auf der Parkfläche machten zwei große Gruppen Gymnastik- und Stretch-Übungen. Aber wie so oft in Japan funktioniert auch hier alles ganz wunderbar geregelt und höflich, von Chaos keine Spur.









Was die Palastrunde attraktiv macht: Es gibt an mehreren Stellen Toilettenhäuschen und an den Bänken ringsum hatten einige Getränke, Verpflegung und Klamotten deponiert. Zu sehen gibt’s natürlich auch viel, nicht nur hübsche Gullideckel. Trotz warmer Temperaturen sind die meisten in lang/lang unterwegs. Hier kein Zeichen von Kälteempfinden, sondern UV-Schutz.
Auf dem Heimweg stoppte ich wieder für Frühstück zum Mitnehmen bei Dean & Deluca in Hibiya, wo die Restaurants ringsum zum Brunch ganz schön voll waren und sich aufgrund des Filmfestivals vor den Kinos bereits lange Warteschlangen gebildet hatten. Irgendwie schön, wenn ein Viertel und die Gastronomie so lebendig sind.
Frisch gefrühstückt und geduscht musste ich unbedingt nochmal zu Ginza Six, wo ich mir bei Tsutaya ein bestimmtes japanisches Parfüm (Yawahada von J-Scent) kaufen wollte. Danach machten wir noch einen Abstecher in den Keller zur Gastro-Abteilung und nach ganz oben auf die Dachterrasse, um dort den Ausblick zu genießen.









Das Wetter war wieder mal bestens und wir schlenderten zum Tsukiji Hongwanji, den ich sehr schön gestaltet finde und wo wir seit einigen Jahren nicht mehr waren. Dort sammelte ich mal wieder einen Stempel und es gab außerdem einige schön aufbereitete Infos zum Mitnehmen.






Den geplanten Lunch nebenan auf dem Tsukiji Fischmarkt strichen wir schnell wieder: zu viele Menschen, zu viele Touris. Stattdessen stoppten wir auf dem Rückweg bei Ginza Nishikawa Coffee Roastery und suchten uns bei Mitsukoshi in der Essenshalle im UG was zu Mittagessen. Ausgestattet mit Stäbchen genossen wir Lunch und Sonnenstrahlen draußen in der Fußgängerzone – und ein nettes Gespräch mit amerikanischen Touristen nebenan sowie mit zwei Studenten, die Touristen für eine Umfrage suchten.









Langsam drängte die Zeit, wir holten unser Gepäck im The Royal Park Canvas ab und fuhren per Uber zur Tokyo Station, wo wir den Narita Express zum Flughafen nahmen. Dort ging es in den Hotelshuttle zum Hotel MyStays Premier Narita, wo wir für die letzte Nacht eincheckten. Hintergrund war, dass unser Rückflug dieses Mal schon super früh am Morgen ging und wir uns dort noch mit Freunden trafen, die gerade gelandet waren. Staffelübergabe Japan-Reise, hallo.


Mit besagter Freundin hatte ich vorab geschrieben und vereinbart, dass wir ein gemeinsames Abendessen versuchen würden. Wir hatten uns schon länger nicht mehr gesehen und ziemlich sicher viele Reisetipps auszutauschen. Mit dem Hotelshuttle ging es nach Narita, wo wir erstaunt feststellen mussten, dass die Läden alle schon super früh schließen. Als Essensoption blieb uns daher fast nur Ramen Bayashi – dort war es einfach, aber lecker. Der letzte Hotelshuttle zurück fuhr relativ früh und so plünderten wir einfach noch den Hotel-Supermarkt und tranken in der Lobby noch eine letzte Runde.


Am nächsten Morgen saßen wir in aller Frühe und schweren Herzens im Hotelshuttle zum Flughafen, wo wir in der Sakura Lounge ein letztes Mal japanisch frühstückten – mit Ramen, Reis und richtig gutem Matcha. Kurz vor dem Abflug mit Japan Airlines wie immer ein kurzer Shoppingstopp, um exotische KitKat-Sorten zu kaufen. Mein letztes Münzgeld investierte ich in einen der typisch japanischen Automaten (Gachapon – perfekte Lautmalerei für das Geräusch beim Kauf) in eine Kapsel mit Überraschungsspielzeug. So viel Spaß musste sein…






Ein letzter Blick aus dem Fenster auf das dienernde Flughafen-Bodenpersonal und auf zurück nach Deutschland. Noch nicht in der Luft und ich war mir sicher, Land und Leute wieder sehr zu vermissen.





Japan-Trip Nummer 6? Folgt sicher…