Was macht man, wenn man weniger als 48h in Mailand hat? Richtig, man versucht ohne Stress ein Stück Italien zu genießen.
Entspannt den Tag beginnen kann man bei Van Bol & Feste (Foro Buonaparte, M Cairoli Castello): Kaffee, frisch gepresster Orangensaft und Brioche-Brötchen mit Hagelzucker. Lecker. Zum Mittagessen ist’s hier sehr voll und arg langsam, dazu bewegt man sich besser ein paar Meter weiter zu Farinella. Pizza kann man dort zwar auch bestellen, aber es lohnt sich, auf den Tipp von Einheimischen zu hören und Risotto oder Salat mit Tintenfisch zu wählen. Alternativ spaziert man Richtung Brera zur Obikà Mozzarella Bar und bestellt dort eine der üppig belegten Pizzen mit Mozzarella. Den Tag kann man am besten bei hausgemachter Pasta in der Osteria Casa Tua ausklingen lassen -etwas laut, aber typisch italienisch.
Dazwischen sollte man ein bisschen Kultur mitnehmen -sie liegt ohnehin auf dem Weg. Das Castello ist ein Muss, der Dom ebenso -auch wenn die Tauben-Scharen vor letzterem inzwischen eine Zumutung sind und man sich schutzsuchend Richtung Galleria Vittorio Emmanuele II. (angeblich die älteste überdachte Einkaufspassage der Welt) retten muss. Brera ist ein Viertel mit Charme, das man schön „er-spazieren“ kann: ein interessanter Mix aus Markenläden wie dem von Marc Jacobs, Kunstgalerien und kleinen Boutiquen. Ob der Besuch des Dominikanerklosters Santa Maria delle Grazie ein Muss ist, darüber lässt sich streiten: man muss sich voranmelden, um Leonardo da Vincis Abendmahl anschauen zu dürfen, Fotografieren ist verboten und nicht wenige sind vor Ort enttäuscht, weil das dortige Wandgemälde mit dem Zahn der Zeit kämpft und wenig mit der medial verbreiteten, Photoshop-überarbeiteten Version, die sie kennen, gemeinsam hat. Dafür ist es halt…original.





