Berlin calling

Nachdem ich meine Eltern in den letzten Jahren so oft verpflegt und angefeuert habe, dass sie auf dem besten Weg in den Jubilee Club des Berlin Marathons sind, kenne ich die Stimmung dieses Laufs zur Genüge. Grund genug, das selbst als Läufer erleben zu wollen. Wenn da nicht diese Streckenlänge wäre… Aber nach Teilnahme an den meisten Berliner Straßenläufen (Firmenlauf, City-Nacht, Asics Grand 10, Halbmarathon, Stadtlauf/Generalprobe, BIG 25…) und der mehrfachen Bewältigung der Halbmarathon-Distanz an diversen Orten gab es wirklich keine Ausrede mehr. Kombiniert mit der nötigen Portion Wahnsinn endete das im Dezember 2011 in der endgültigen Anmeldung für Berlin – mein „Projekt 2012“. Nach einem starken Frühjahr mit neuer persönlicher Bestzeit auf der Halbmarathon-Distanz folgte ein urlaubs- und grippebedingter Durchhänger, aus dem ich direkt in die Marathonvorbereitung gestartet bin. Merkwürdige Gedanken beschleichen einen da während man die Wochenkilometer „abspult“… Warum sind 10 km plötzlich so kurz? Was habe ich sonst am Wochenende gemacht, wenn nicht 3h bei Hitze oder Dauerregen durch die Pampa laufen? Warum nur sind Wundschutzcreme und Blasenpflaster meine unverzichtbarsten „Kosmetika“? Und wer hat behauptet, das wäre ein günstiges Hobby und man bräuchte „nur Schuhe“? Nun denn, es muss reichen, um am Sonntag ohne größere Blessuren aufrecht und auf eigenen Beinen die 42,192 km zu bewältigen -Hauptsache, vor’m Besenwagen im Ziel!

Tipps am Rande der Berliner Strecke:

Wer nicht gerade bei Freunden/Familie unterkommt oder willens ist, horrende Hotel-Preise zu zahlen: Einfach mal bei airbnb schauen, dort findet man nette Unterkünfte zu bezahlbaren Preisen und das in zentraler Lage.

Saarländer, die am Berlin Marathon teilnehmen, treffen sich danach traditionell zum Empfang bei der Vertretung des Saarlandes beim Bund, wo man sich mit Lyoner und saarländischem Bier wieder stärken kann.

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