Workout in Porto

Madrid im Frühling war quasi das Warm up, Porto im Winter das Hauptprogramm: noch mehr Hügel und Steigung geht wohl nicht hier im Süden (ok, lassen wir Lissabon außen vor). Erst runter in die Altstadt, dann wieder hoch, zwischendurch noch mal runter, dann wieder hoch… Lauftraining im Touriprogramm inklusive.

Erneut auf den Spuren des Jakobswegs (und dabei war ich dem Ziel noch nie so nah!) und allerhand Streetart / Graffiti kann man gar nicht anders, als diesen einzigartigen Mix aus Zerfall und Schönheit zu bewundern. Ribeira ist da so die morbideste Ecke, überschwemmt von Scharen von Touristen mit Selfie-Sticks und Maxi-Smartphones. Da verzichtet man auch lieber auf die Schlange an der Bahn und nimmt die steilen Stufen unterhalb der Ponte Luís I, um hoch Richtung Kathedrale zu steigen -bietet auch den besseren Ausblick auf die Brücke (nicht wundern, dass man dabei an Paris denken muss, der Baumeister stammt quasi aus der Eiffel-Schule) und nebenbei eine Art Freiluftmuseum für Wandkunstwerke.

Überhaupt ist hier das Kernprogramm gratis und frei zugänglich: Altstadt, Brücken, Kirchen, Streetart… sogar die Museen sind zu manchen Zeitslots gratis. Auch im Bahnhof Porto Sao Bento, einem ehemaligen Kloster, kann man gratis wunderschöne, mit Azulejos gestaltete Wände bestaunen. Nur die Buchhandlung (Livreira Lello & Irmao), angeblich die schönste Europas und Inspiration für Harry Potter Kulissen, kostet Eintritt.

Gut, dass Porto neben Sightseeing auch kulinarisch was zu bieten hat. Und zwar nicht nur Portwein. Und auch nicht nur Francesinha (wobei die Sandwiches echt lecker sein können). So gestärkt fallen die nächsten Höhenmeter auch nicht so schwer…

Adressen:

Tapisco – Tapas, was sonst

Chocolataria Equador – Schoki, was sonst. Die Rua das Flores bietet auch sonst ganz nette Lädchen.

Cantinho do Avillez – Michelin-Tipp 2018. Große Liebe: Jakobsmuschel-Ceviche als Vorspeise, Octopus/Polvo auf Kartoffelpüree als Hauptspeise. Selbstgemachte Limonaden und Cocktails über die ipad-Karte bestellen.

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