Oh Du schönes Saar(schleifen)land…

Was macht man so sonntags in der Marathonvorbereitung? Richtig: lange Läufe. Und da einem im heimischen Wald irgendwann langweilig ist, sucht man Tapetenwechsel alias andere Laufstrecken oder noch besser: Laufveranstaltungen mit Marathon-Unterdistanzen. Der Termin des SaarschleifenLand-Laufs kam mir da in den letzten Jahren immer gelegen, um zur Vorbereitung des Herbstmarathons einen Halbmarathon zu laufen -egal ob als Wettkampf mit Tempodruck oder als lockerer langer Lauf. Kleines Startfeld, flache Strecke, gute Orga… Und so war ich auch dieses Jahr, bei der 4. Auflage, wieder mit dabei.

Nach Online-Anmeldung und Vorortzahlung der Startgebühr geht es am Sonntagmorgen zum Start vor der Stadthalle Merzig. Anfangs noch kühl kommt mit der Sonne langsam auch die Wärme, während sich das Startfeld an der Saar entlang Richtung Saarschleife bewegt. Schon nach den ersten Kilometern kommen uns die ersten Marathonläufer entgegen: diese sind 1 3/4 Stunde vor uns gestartet und ermitteln den Saarlandmeister -in einem recht einsamen Rennen, wenn man so auf die Teilnehmerzahl und die weit auseinander gezogenen Läufer(innen) schaut (was mich angesichts des etwas monotonen Streckenverlaufs mit Wendepunkt(en) auch nicht so ganz erstaunt). Nach der ersten Verpflegungsstation plätschert die Strecke erst mal weiter flach vor sich hin, bis es etwas welliger wird. Nach der zweiten Verpflegungsstation steigt die Strecke bei St. Gangolf schließlich erneut etwas an, bis man nach einer Schlaufe wieder zurück auf die Strecke des Hinwegs gelangt und bis km15 den exakt gleichen Weg zurückläuft. Das war’s auch schon fast.

Kurz vor km15 hat man die Freiheit, sich zu entscheiden: ob man auf die Halbmarathon-Distanz geht bzw. auf dieser bleibt oder ob man nach links in den Stadtgarten abbiegt und nach 15km finisht. Eine Option, die ich vor zwei Jahren durchaus dankbar in Anspruch genommen habe, als auf der Strecke kein Millimeter Schatten war, die Sonne brütete und der Durst zu groß war. Doch dieses Mal ging es weiter geradeaus, bis zum Wendepunkt kurz vor km18, um dann auch hier wieder exakt die gleiche Strecke zurückzulaufen -mental und überhaupt nicht unbedingt der Riesenmotivationspunkt, muss ich gestehen. Und so bleibt das einzige Highlight der Getränkestand, den man zwei Mal passiert: begeisterte Helfer, die einen anfeuern und Wasser bzw. Cola reichen, und ein Dudelsackspieler (!) in Tracht, der wie ein Ufo in der Szenerie wirkt und es immerhin schafft, ein Lächeln in die Gesichter einiger Läufer zu zaubern.

Am Ende der 21km-Strecke warten Getränke, Obst und eine Handvoll Zuschauer -der Rest ist schon dabei, sich am Kuchenbuffet und am Flammkuchen-Ofen einzudecken, zumal die Starter von Schüler-, Bambini- und 5km-Lauf schon lange im Ziel sind. Alles in allem kein spektakuläres Event, aber eine grundsolide Landschaftskulisse mit guter Orga und netten Helfern.

Infos:

SaarschleifenLand-Lauf (Veranstalterseite)

 

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