Die Welt dreht sich nicht um Marathon

Nach einem Zwischenstopp in Princeton (New Jersey), das seit Montag ohne Strom ist und wo langsam Benzin und Lebensmittel knapp werden, bin ich heilfroh, Freitagabend planmäßig nach Deutschland zurückgeflogen zu sein und immer noch entsetzt über das, was ich in New Jersey und New York (Ja, nicht nur Manhattan hat Sturmschäden! Auch wenn deutsche Medien da durchaus ein anderes Bild vermitteln…) an verheerenden Folgen von Hurrikan „Sandy“ gesehen habe.
Aber umso entsetzter und verständnisloser bin ich (bis auf die Enttäuschung über den späten Zeitpunkt der Absage) darüber, wie ignorant hinsichtlich der dortigen Lage sich manche Läufer in Bezug auf die Absage des New York Marathons aufführen. Für die Menschen vor Ort, die seit Tagen ohne Strom klarkommen müssen, denen Benzin und Lebensmittel knapp werden, die teilweise sehr viel durch den Sturm verloren haben, wäre ein Marathon heute ein Schlag ins Gesicht gewesen. Manchmal gibt es im Leben wichtigere Dinge als Laufen und Marathon -das scheint einigen Läufern leider nicht bewusst zu sein.

Foto: Warteschlange an einer Tankstelle in New Jersey, Route 1

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