Wie in vielen anderen Städten lohnt es sich in SF, abseits der Touri-Hotspots nach guten Ecken Ausschau zu halten. Sicher wird man auch bei Fisherman’s Wharf nicht verhungern, doch lässt das Preis-Leistungs-Verhältnis auf diesem Jahrmarkt mehr als zu wünschen übrig. Empfehlenswert sind die Valencia Street in Mission und die Castro Street -vorausgesetzt, man reagiert nicht verstört, wenn man in Castro Homo-Pärchen mit Hundeleine um den Hals und Peitsche am Gürtel über den Weg läuft, denn diese Gegend ist für US-Verhältnisse sehr offen und tolerant.
Freunde von Fisch und Meeresfrüchten dürfte die Anchor Oyster Bar in Castro wie ein Paradies vorkommen: frische Austern, gegrillter Fisch, Muschel-Eintöpfe… eine kleine, aber feine Auswahl sowie eine Tageskarte, die sich am aktuellen Markt orientiert. Der Zuspruch ist so groß, dass man sich an der Eingangstür mit Name und Personenzahl in eine Liste einträgt und dann aufgerufen wird, sobald ein Tisch oder an der Bar was frei wird. Die Wartezeit kann man sich wahlweise auf der Bank davor in der Sonne oder in den Weinlokalen gegenüber (z. B. Swirl Wine Bar) vertreiben.
Zum Bummeln, Frühstücken oder einfach nur Kaffee trinken ist das Noe Valley eine nette Ecke. In der 24th Street wechseln Bioläden mit kleinen Cafés und Teeläden ab (Brunch im „La Boulange“!), insgesamt hat das ganze einen Touch von Prenzlauer Berg.



