Bei gutem Wetter braucht man in dieser Stadt kein Programm, kein Museum… man kann Stockholmer Atmosphäre bei Frischluft genießen und bei Strandvägen auf den schwimmenden Pontons sitzen (vielleicht mit einem Schwedenkrimi als Lektüre oder man schaut den Fähren zu), am Norrmälarstrand spazierengehen (mit Rast im Biergarten des Mälar Paviljongen, wo man neben Kulinarischem auch Blumen und Dekoobjekte kaufen kann), im Kungsträdgarden die Kirschblüte bewundern, sich in Gamla Stans Straßen treiben lassen oder oder oder… Das Nordufer Södermalms bietet auch eine ganz nette Aussicht, ob auf Stockholms Zentrum oder die dicken Kreuzfahrtschiffe, die täglich trötend eintreffen, und das nicht nur vom Katarinahissen aus. Toll soll auch die Aussicht vom Globen sein, aufgrund der derzeit in Stockholm stattfindenden Eishockey WM und den Massen an Fans haben wir darauf aber lieber verzichtet. Wer zu faul ist zum Laufen wird vielleicht bei den zahlreichen Fahrradverleih-Stationen fündig.
Eine gute Übersicht über die zahlreichen Inseln und Brücken Stockholms gibt die zweistündige Bootstour „Under the bridges„, die sogar einen angenehmen Audioguide hat, dessen Stimme nicht pausenlos schwafelt. Wen es weiter rauszieht, der sollte eine Schärentour oder einen Abstecher zu den Schlössern Gripsholm und Drottningholm machen.
Architektonisch ist das Radhuset ziemlich interessant -und schöner als das Schloss (kein Wunder, dass die Königsfamilie das zu ungemütlich findet und woanders lebt…). Kunst gibt’s in Stockholm nicht nur im Museum, sondern zu Hauf auch Open Air (Statuen en masse) und in den U-Bahn-Stationen -und das auch noch gratis.
Kostenpflichtige Museen sind da vielleicht eher was für die Schlechtwetter-Liste, die Auswahl ist nicht gerade klein (Nationalmuseet, Nordisk Museet, Vasa Museet, Nobelmuseet…). Neu hinzugekommen ist letzte Woche das ABBA-Museum: derzeit noch nicht ausgeschildert erfährt man immerhin dank Homepage, dass es auf Djurgarden liegt und dass man nur bargeldlos zahlen kann, was bei den Preisen der Merchandising-Artikel auch durchaus Sinn macht. Ansonsten gleicht die Mischung aus Kostümfundus und Karaokebar leider eher noch einer Baustelle. Aber nun gut, Stockholm hat genug anderes zu bieten…
Dass man in Stockholm gut essen (nicht nur Kanelbulle) und shoppen (zumindest skandinavisches Design) kann, dürfte in den anderen Beiträgen schon klar geworden sein…
